Sonntag, 24. April 2011

Der Hundeflüsterer - Hund und Katze mit Elektroschocker vergesellschaften?




Vergesellschaftung von Hund und Katze

Wie man einen Hund und eine Katze NICHT vergesellschaften solle, wird im unten angehängten Video gezeigt. Der „Hundeflüsterer“ Cesar Millan trägt versteckt in seiner Hand das Auslösegerät und verpasst dem Hund sehr häufig Elektroschocks – oft auch komplett ohne Zusammenhang oder eines direkt in Richtung der Katze gerichteten Verhaltens des Hundes. Millan möchte den Hund anscheinend einschüchtern und verunsichern, was ihm auch gelingt. Immer wenn er das Elektroschockgerät betätigt, stößt er einen  „Schschsch-Laut“ aus. So möchte er dem Zuschauer vermitteln, dass allein er als Person mit seiner Lautgebung den Hund beeinflusst. Dass gleichzeitig mit dem Zischen ein schmerzhafter Stromschlag beim Hund ankommt, wird dem Zuschauer verheimlicht. Nun gut – oder besser schlecht. Der Hund wird jetzt mit der Katze vergesellschaftet, indem der „Hundeflüsterer“ dem Hund negative Erfahrungen beschert, wenn dieser auch nur in Richtung Katze schaut. Trauriges, ja fast schon perverses Ergebnis dieser Tortour für den Hund ist, dass er am Ende des Videos panische Angst vor der Katze hat – er ein sehr hohes Stresslevel erreicht. Um das zu sehen braucht man nicht einmal ein „Experte“ zu sein – jeder halbwegs normale Mensch kann die Panik des Hundes beim Anblick der Katze förmlich greifen. Der Hund möchte nur irgendwie weg, weg von dem Ort, weg von der Katze, weg von dem Hundeflüsterer – der das ja alles angeblich mit Zischerei erreicht hat…

Qual für Hund und Katze

Vergessen sollte man an dieser Stelle auch die Katze nicht. Dieses „Training“ ist natürlich auch für die Katze beängstigend, weil die Konfrontation mit dem Hund, und keine Möglichkeit zur Flucht, auch bei ihr psychologische Traumata hervorrufen kann.
Aber schlimmer noch ist die seelische Qual für den Hund. Durch die Verknüpfung, die durch diese Behandlung in seinem Gehirn entstanden ist, verbindet er Katzen mit Schmerz. So etwas führt oft soweit, dass der Hund schon Schmerz empfindet, wenn er nur eine Katze sieht…
Und so will dieser Flüstermensch ein friedliches Zusammenleben von dem Hund und der Katze erreichen? Klar, erst einmal geht der Hund der Katze aus purer Angst aus dem Weg. Aber wenn er mit der Katze in einem Raum sein muss, ist er die ganze Zeit unter Stress, er lebt nicht friedlich mit ihr zusammen. Und, so ein Dauerstress kann zu einer bösen Aggressionsexplosion führen. Nicht weil der Hund „böse“ ist, sondern weil er von Menschen vollkommen grausam behandelt wurde.

Moral?

Eine Frage, die beim Anschauen dieses Videos noch bleibt, ist die, ob man einen Hund unbedingt mit einer Katze sozialisieren muss. Nur weil ein Mensch mit den zwei Tierarten unter einem Dach leben möchte, muss man das den Tieren doch nicht antun, wenn Sie Probleme mit der anderen Art haben. Nur damit der Mensch seinen Willen bekommt, werden die Tiere verängstigt und gequält – für mich eigentlich unfassbar. Natürlich kann und darf man versuchen, Hunde und Katzen zu vergesellschaften – und nach meinen persönlichen Erfahrung klappt das meist besser als man denkt. Wenn man dies mit Ruhe und Besonnenheit versucht. Wenn es aber nicht geht, geht es eben nicht. Punkt. Hund und Katze so zusammenzubringen, wie in diesem Beispiel, halte ich persönlich schon für moralisch bedenklich...

Doch sehen sie selbst: 





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