Freitag, 14. August 2015

Nach Rinderwahnsinn jetzt Wolfswahnsinn. Vorsicht vor BILD-Schlagzeilen…



Ein Wolf greift angeblich irgendwo einen Jäger hinter dem Hochsitz an. Bevor der Fall untersucht worden ist, werden in einschlägig bekannten Medien riesige Schlagzeilen produziert, die Wölfe zu Monstern machen und Menschen verängstigen. Ermittlungen entlarven den Jäger später als fantasievollen Menschen.


Ein Hund kommt in einer Hundepension ums Leben. Auch hier wieder Monsterschlagzeilen mit Bildern, die Zähne bleckende Wölfe zeigen. Ein angeblich über den Zaun gesprungener Wolf soll es gewesen sein. Gentests weisen hinterher nach, dass ein anderer Hund der "Täter" war. 


Ein Chihuahua wird von zwei Hunden getötet. Der Hundebesitzer hält sie für Wölfe. Die „BILD“ zeigt auf der ersten Seite ein Wolfsbild. Natürlich mit aufgerissener Schnauze und viel Zahn… Nach Gentests zeigt sich, dass der kleine Hund von Hunden angegriffen wurde – was natürlich traurig ist und er und seine Besitzer tun mit leid. Aber es war kein Wolf.


Ein Camper fühlt sich nachts von einem Wolfsrudel bedroht, verbringt die Nacht daher auf einem Baum. Vor dem Baum werden ausschließlich Dachsspuren gefunden...


Ich könnte hier noch weitere, abstruse Beispiele aufführen, wie Wölfe medial dargestellt werden. Zum Beispiel könnte Ich von einem finnischen „Wolfsexperten“ erzählen, der vor 8 Jahren prophezeit hat, dass innerhalb der nächsten zwei Jahre, laut einer von ihm „entwickelten“ Gefahrenskala, Wolfsangriffe auf Menschen in Deutschland unausweichlich seien. Wie erwähnt, es ist 8 Jahre her und vermeintliche, echte Wolfsangriffe auf Menschen gab es nicht. Außer den widerlegten Monsterschlagzeilen…
Bei seiner Hauptbeschäftigung sieht ein Wolf weniger wie ein Monster aus



Interessant sind diese Meldungen allemal. Irgendwie kann man sie als Wolfswahnsinn zusammenfassen. Übertragen wird der Virus der abstrusen Geschichten in erster Linie durch die Schlagzeilen der großen Zeitungen, die anscheinend die Wahrheit für jede gewinnbringende Schlagzeile an den Teufel verscherbeln. Liebe Kollegen der großen Zeitungen. Ich weiß natürlich, wo der Hase lang läuft. Eine Schlagzeile mit einem Monsterbild veranlasst viele Leute, Euer Blatt zu kaufen. Der Wolf ist Euer Marketingvehikel, der einen Teil dazu beiträgt, damit Euer Blatt gekauft wird und Ihr Euren Job behaltet. Ich weiß, insgeheim seid ihr ihm dankbar. Davon hat er aber nichts und der Wolfswahnsinn setzt sich in immer mehr Köpfen fest…

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