Sonntag, 19. Juni 2016

Grenzen setzen ist einfach…



Bei einem pubertierenden Hund wird das Gehirn umgebaut, vorbereitet auf das Dasein als erwachsenes Lebewesen. In dieser Umbauphase werden bereits gelernte Dinge wieder neu sortiert. Die dadurch auch oft wieder vergessen werden. Wenn ein Hund in der Pubertät etwas nicht mehr macht, was er vorher auf „Befehl“ ausführte, testet er nicht zwangsläufig seine Grenzen aus. Er hat es in den meisten Fällen schlicht vergessen…

Oder wenn ein Erwachsener Hund einen „Befehl“ nicht lernt, angeblich stur ist um seine Grenzen auszutesten. Dann sollte man sich einfach mal fragen, ob man dem Hund auch verständlich vermittelt hat, was man von ihm möchte. Wenn man einen Hund z. B. anbrüllt, weil er nicht schnell genug zurückkommt – dann zögert er wohl eher aus Vorsicht, sich dem aggressiven Brüller zu nähern. Er agiert nicht stur, um den Brüller und dessen Grenzen auszutesten. Er agiert vorsichtig.

Dieses „Grenzen austesten“ geht mir unheimlich auf die Nerven. Klar, vielleicht probiert ein Hund mal aus, was ihn in der einen oder anderen Situation am besten zum Erreichen eines Zieles führt. Ein Hund beschäftigt sich aber mitnichten den ganzen Tag damit, irgendwelche Grenzen auszutesten. Wenn ein Hund mal aufgeregt und übermäßig bellt, kann das mit Angst oder Unsicherheit zu tun haben und nicht damit, dass er irgendwelche Grenzen einreißen möchte, um der Familiendiktator zu werden. Vielleicht sollte man sich als Hundehalter mal darum kümmern, welchen wirklichen Grund das Bellen hat.

Hundeverhalten ist vielschichtig, das Verständnis von Mensch und Hund untereinander hat viel mit Kommunikation und auch Wissen über das Hundeverhalten (Beispiel Pubertät) zu tun. Diejenigen, die immer von Grenzen reden, machen es sich sehr einfach…

Hund, Leine, Fahrrad und Geschwindigkeit. Gute Beschäftigung oder dumme Idee?

Da war sie wieder. Diese Szene die ich schon „ich weiß nicht wie oft“ gesehen habe. Und über die ich mich jedes Mal nicht nur ärgere. Nein, ...