Montag, 3. Oktober 2016

Lange Spaziergänge um den Welpen auszulasten?


Leider höre ich es von Hundehaltern so, oder so ähnlich, immer wieder. Der Welpe, irgendwo zwischen der 10. und 16. Lebenswoche, wäre nicht ausgelastet, wäre aufmüpfig und würde „Grenzen austesten“. Es würden lange Spaziergänge mit ihm unternommen, immer länger und länger, aber der Welpe wäre damit nicht auszulasten und nicht müde zu bekommen…
Genau das ist der Fehler. Das kleine, unausgereifte Welpengehirn ist gar nicht in der Lage, die vielen Eindrücke und Reize eines langen Spazierganges zu verarbeiten. Er ist nicht unterfordert und kommt deswegen nicht zur Ruhe – er ist überfordert und kommt nicht zur Ruhe, weil das Gehirn mit der Verarbeitung der Umwelteindrücke nicht nachkommt. Die körperliche Überforderung von dem unfertigen Welpenkörper an dieser Stelle mal außen vor.
Natürlich muss der Welpe mit Umwelteindrücken, Außenreizen konfrontiert werden, damit sein unausgereiftes Gehirn sich anpassen und reifen kann. Aber nicht auf einmal, sondern behutsam Stück für Stück.
Mal einige kleine Faustregeln zum Spaziergang mit dem Welpen (mit Spaziergang ist dabei nicht das Rausbringen zum Lösen in den Garten oder vor die Tür gemeint, welches regelmäßig erfolgen sollte. Ein Spaziergang führt weg vom Haus, vom Kernbereich des Welpenlebens):
Spaziergänge sind bei Welpen nicht dazu da, den Welpen auszulasten – es geht dabei darum, ihn langsam (!) an Außenreize zu gewöhnen.
Pro Lebensmonat sollte die Zeit eines Spazierganges mit ca. 5 Minuten multipliziert werden. Mit zwei Monaten also ca. 10 Minuten, mit drei Monaten ca. 15 Minuten pro Spaziergang usw.
Ein dauerhaft aufgedrehter Welpe ist nicht unausgelastet. Meist ist er überfordert und kommt deshalb nicht zur Ruhe. (medizinische Aspekte hier auch mal außen vor, die man auch immer abklären lassen sollte).

Bellende Hunde rocken

Es ist noch nicht wirklich lange her, da konnte man mit so etwas wie der „Punkbewegung“ die Gesellschaft schockieren, Rock ’n’ Roll Musik h...