Montag, 26. September 2011

Menschen und Hunde für neues Projekt gesucht

Für ein neues Projekt (DVD und/oder ggf. TV), welches sich mit der Vermeidung von Beißunfällen auseinandersetzt, suche ich Hundebesitzer, die mit Ihrem Hund in einen Beißunfall verwickelt waren. Es müssen keine übermäßig „spektakulären Fälle“ sein. Ein Kind, welches vielleicht in die Hand gebissen wurde; Besucher, die vom Hund des Hauses in den Arm oder Fuß gebissen wurden oder auch Unfälle auf der Straße (Passanten oder andere Hundewurden gebissen). Wie gesagt, kein Sensationsfall, aber schon ein echter Beißunfall. Die Hundebesitzer und im besten Fall auch die „Opfer“ sollten bereit sein, vor der Kamera vom Vorfall, der Vorgeschichte und den Konsequenzen zu berichten. Das ganze Projekt dreht sich, wie erwähnt darum, echte Beißunfälle darzustellen und die Hintergründe zu durchleuchten, um Aufklärung zu leisten, wie solche Unfälle vermieden werden können.
Wer also einen Beißunfall erlebt hat und bei dem Projekt mitwirken möchte, meldet sich bitte über Email:
mit dem Betreff „Projekt Beißunfall“
Da ich jetzt für ca. 2 Wochen zu Forschungszwecken nach Indien aufbreche, werde ich die eingegangenen Emails zu dem Thema erst ab der 41 KW sichten und beantworten können.
Ich bin gespannt auf die Fälle.

Donnerstag, 15. September 2011

Neue Sprüche braucht das Land / Pause Klartext Hund

Jeder kennt sie, die unzähligen Sprüche über Hunde und Hundeerziehung. Von „Der muss wissen wer der Boss ist“, über „Die regeln das unter sich“ bis zu „Da muss er durch“ oder „Der muss wissen, wo sein Platz im Rudel ist“. Ganz zu schweigen von Sprüchen über Triebe, Triebstau, und ständigem „Grenzen setzen“, mit allen Mitteln…
Bei fast allen Sprüchen, die sich direkt oder indirekt mit der „Hundeerziehung“ bzw. der Hundeausbildung auseinandersetzen, geht es um Rangordnungen und vermeintlich soziales Geplänkel, mit dem häufigen Fazit, dass Hunde immer „kleingehalten“ werden müssen, weil sie sonst zu Alphamonstern mutieren, die aggressiv die Welt erobern möchten…
Sprüche oft mit robuster Aussage
Achten Sie einmal darauf, fast alle Sprüche in dem Zusammenhang sind in Ihrer Aussage robust bis aggressiv. Das Traurige daran ist, dass solche Sprüche ständig im täglichen Leben zitiert und genutzt werden, so dass sie schon Bestandteil unseres Sprachgebrauchs und unserer Kultur sind. Bestandteile, die so in unseren Gehirnen verankert sind, dass viele Menschen sie schon deshalb als korrekt ansehen, weil sie so oft damit konfrontiert werden. Es ist Teil der menschlichen Psyche, dass alles, was wir regelmäßig hören oder sehen, als Teil unserer Umwelt angesehen, ja positiv angesehen wird. Etwas, was die Werbewirtschaft nutzt. Wenn wir den ganzen Tag im TV, in den Zeitungen oder im Radio mit irgendeinem bestimmten Produkt konfrontiert werden, halten wir dieses Produkt für seriös und qualitativ hochwertig. Nur weil wir es kennen und oft von ihm hören – egal wie schlecht das Produkt objektiv betrachtet ist. Genauso wie Sprüche, die wir ständig hören. Auch die werden bei häufiger Konfrontation als bekannt und positiv im Gehirn abgespeichert – egal wie unsinnig ihre Aussage ist. Sprüche und Schlagworte, die sich mit Hunden beschäftigen, sind in Ihrer Aussage meist recht unsinnig. Weil vor vielen Jahrzehnten durch Unwissenheit entstanden, aber teilweise gezielt genutzt um spezielle Handlungen zu rechtfertigen (z. B. Triebstau für diverse Hundesportarten). Es gibt also zum größten Teil Sprüche rund um die Hundeerziehung, die unsinnig, unwissenschaftlich und unfreundlich für den Hund sind. Trotzdem sind diese immer noch in den Köpfen verankert. Alle Bemühungen die Sprüche sachlich zu entkräften, sind bislang gescheitert. Aus einem schlichten Grund: Erklärungen, die sich langatmig mit der Unsinnigkeit  von Sprüchen auseinandersetzen, bleiben nicht so gut hängen, wie ein kurzer, knackiger Spruch, der schnell und vor allem häufig verwendet werden kann.
Sprüche, die erst einmal im Kopf sind und mit einem gewissen Denkmuster verknüpft sind, bekommt ein Mensch, und auch eine Gesellschaft nicht so einfach aus den Köpfen heraus. Das ist schade, weil gerade die Sprüche rund um die Hundeerziehung sehr viel Leid über die Hunde bringen…
Man bekommt die Sprüche also nur schwer aus den Köpfen, vor allem mit langen Erläuterungen. Was viel leichter ist, ist es, neue Sprüche in die Köpfe zu bringen. Sprüche, die letztlich eine andere Aussage haben als die bislang vorherrschenden.
Neue Sprüche in der Pause gesucht
Da ich jetzt aufgrund der Vorbereitung und Durchführung einer Forschungsreise nach Indien eine kleine Pause mit „Klartext Hund“ einlege, dachte ich mir, man könne diese Pause nutzen, um ein kleines Gewinnspiel zum Thema Sprüche durchzuführen. Ich bitte also Sie, die Leser, sich neue Sprüche auszudenken, die „besser“ sind als die heute gebräuchlichen – und die Bedürfnisse der Hunde mehr in den Vordergrund stellen. (Als Formatbeispiel: „Machst Du zu oft auf großen Boss, glaubt der Hund Du hast einen Schuss…“).
Stellen Sie die Sprüche bitte über die Kommentarfunktion ein. Nach meiner Rückkehr aus Indien (Mitte Oktober) werden die Sprüche ausgewertet. Eine Vorauswahl von mir, die Gewinnerin/der Gewinner wird dann über eine Abstimmung gefunden.
Bester neuer Spruch erhält Preis
Der beste Spruch, oder besser der Verfasser des besten Spruchs, erhält ein literarisches Überraschungspaket im Wert von ca. 50,- €.
Ich wünsche in der Pause von „Klartext Hund“ viel Spaß beim Ausdenken von neuen Sprüchen, die das Land dringend braucht…

Aktuelle Information: Der Sprüchewettbewerb ist beendet.
Ich habe wie angekündigt eine Vorauswahl getroffen. Die Auswahl fiel mir besonders schwer, weil alle Sprüche sehr gut und Aussagekräftig sind. Ich habe mich letztlich für drei Sprüche entschieden, die kurz aber prägnant sind, und darum ggf. eine große Chance haben, "dass man sie sich leicht merkt". Ich bedanke mich bei allen, die teilgenommen haben. Und nicht traurig sein, wenn der eigene Spruch nicht berücksichtigt wurde - ich werde später noch weitere Wettbewerbe starten, die zum Nachdenken anregen sollen.
Um den Gewinner des Sprüchewettbewerbs zu finden, darf ich bitten, sich einen Spruch bei der Umfrage oben rechts auszusuchen und anzukreuzen. Vielen Dank!




Auch die Umfrage ist inzwischen beendet.

In einer knappen Umfrage hat folgender Spruch mit 38 % der Stimmen gewonnen:
"Es gibt keinen vernünftigen Grund dafür, mit meinem Hund in Situationen zu rennen, die ich (noch) nicht händeln kann."

Ich möchte "Einsteins Frauchen" (die Gewinnerin) bitten, mir eine Email mit Ihrer Adresse zu schicken, damit ich das literarische Überraschungspaket verschicken kann. Vielen Dank und vielen Dank auch an alle Teilnehmer für die rege Beteiligung.

Donnerstag, 8. September 2011

Ist Barfen natürlich? Das Thema und mehr im neuen CANISUND...

Wie man weiß spreche ich gerne und zu vielen Themen rund um die Hunde klartext. Beim Thema Ernährung halte ich mich allerdings weitgehend raus. Einfach aus dem Grund, weil ich für mich persönlich noch nicht den "perfekten" Weg der Hundeernährung gefunden habe - das gebe ich offen zu. Meine Hunde werden nicht nach einer speziellen Philosophie ernährt, sie erhalten ein "Mischmasch", welches ich vor mir und ihnen rechtfertigen kann. Ich finde es eigentlich traurig, dass sich so über Hundethemen gestritten wird, ja einiges fast religiös betrachtet wird. Mehr Toleranz und Gelassenheit würde manchmal sicher zur Entspannung beitragen und so letztlich wahrscheinlich besser für die Hunde sein, als die Streitereien unter den Menschen. Doch zurück zur Ernährung. Wie erwähnt bin ich dort nicht der große Experte. Anders als Dorothee und Dr. Wolf H. Kribben, die einen sehr interessanten Artikel zu dem Thema im neuen CANISUND verfasst haben. Wie ich finde ist es ein sehr gelungener Artikel, der nicht einseitig formuliert ist und das Thema Barfen sachlich und fundiert durchleuchtet. Auch für Nicht-Barfer sehr interessant...

Neben dem Barf-Artikel finden Sie wieder viele andere, sehr interesaante Themen im aktuellen CANISUND. So haben wir einen sehr schönen Artikel zum Thema "Altdeustsche Hütehunde im Vergleich zum Deutschen Schäferhund" von Ute Rott. Weiter wird sich mit dem Marderhund, einem Neubürger in Deutschland, beschäftigt. Selbstverständlich sind auch die deutschen Wölfe wieder Thema und andere Tiere kommen im Heft vor. So zum Beispiel ein Wildtier, dass wir alle kennen und auch beobachten können - das Rotkehlchen. Das alles und noch viel mehr finden Sie im neuen CANISUND.

Neugierig? Dann sehen Sie sich doch auf der Homepage um und bestellen das Heft dort direkt:


Wenn der unfaire Hundetrainer einer rektalen Öffnung ähnelt

Der Haushund stammt von einem Raubtier ab, welches darauf angewiesen ist, seine Nahrung durch jagen zu erlangen. Dadurch hat sich evolut...