Freitag, 27. April 2012

Pause Klartexthund – Artikelrückschau: Muss der Hund alles machen, was der Mensch von ihm verlangt?

Klartexthund wird eine kleine Pause einlegen, weil mir die Projekte rund um die Hunde langsam über den Kopf wachsen. Neue Artikel möchte ich im BLOG  aber mit gewohnt durchdachter Aussage veröffentlichen, wofür mir im Moment leider oft die Zeit fehlt. Darum mache ich eine kleine Pause ohne aktuelle Artikel. In der zweiten Jahreshälfte werde ich mich dann mit neuen Artikeln zurückmelden. Und einen Schwerpunkt darauf legen, einen Weg zu finden, der uns zurück zum Hund führt. Zurück zum Hund, den wir wohl irgendwo (innerhalb der menschlichen Auseinandersetzungen um den Hund) verloren haben…
Bis dahin werde ich regelmäßig auf bereits veröffentlichte Artikel  hinweisen, die mir besonders wichtig sind.
Heute auf den Artikel, wo ich mich frage, ob Hunde wirklich alles machen müssen, was von Ihnen verlangt wird. Und wenn es noch so idiotisch ist…

Mittwoch, 25. April 2012

Abbruchsignale – Von sinnlosen Gräben im Absurdistan der Hundeerziehung…


Kürzlich wurde in einem von mir geschätzten Hundemagazin ein bekannter Hundeexperte zum Thema Abbruchsignale befragt. Die Befragung wurde so aufgebaut, als gäbe es nur Gegner und Befürworter von Abbruchsignalen. Das spiegelt meiner Meinung nach allerdings nicht die Realität wieder. Hundeexperten, die zu 100% Gegner von Abbruchsignalen sind, kenne ich kaum. Von allen Menschen, die mit Hunden arbeiten, schätze ich den Anteil von absoluten Gegnern dieser Signale auf unter 5 %. Ganz ehrlich, niemand kann doch ernsthaft mal auf ein "nein" oder auf ein "lass es" verzichten. Das gehört zum Leben. Von Mensch und Hund und allen sozialen Lebewesen. Wichtig ist dabei nur, dass ein Hund nicht ausschließlich (!) über Abbruchsignale und Verbote erzogen wird, wie das viele noch immer praktizieren.
Abbruchsignale nicht immer mit unfreundlicher Konsequenz gleichsetzen
Und man sollte Abbruchsignale nicht nur als ein Signal mit unfreundlicher Konsequenz bei „nicht befolgen“ assoziieren. Ein Abbruchsignal kann und sollte auch positiv verstärkt werden, wenn der Hund es befolgt und das vom Menschen unerwünschte Verhalten einstellt. Aber Abbruchsignalen nur gut oder böse zuzugestehen, wie es der Kollege in dem genannten Interview praktiziert, ist meiner Meinung nach sehr einseitig. Und pauschal. Zwar werden im Artikel viele Erläuterungen gegeben, denen ich teilweise zustimme, dennoch ist die Herangehensweise in meinen Augen pauschal und schafft nur Gräben, wo eigentlich keine sind, waren oder sein müssten. Vor allem die Art, wie der Kollege an solche Dinge herangeht. Z. B. predigt er seit Jahrzehnten Dinge wie souveräner Führung und dass souveräne und ausgeglichene Leittiere selten rabiat sind. Dennoch meiert er alle ab, die das ähnlich sehen und argumentiert, dass er noch nie Kaniden gesehen hat, die immer ausgeglichen und abgeklärt sind. 
Andere Experten werden „abgemeiert“, selbst wenn sie das Gleiche sagen
Natürlich knallt es in den besten Familien mal - aber der grundsätzliche Umgang bestimmt doch den sozialen Tenor im Ganzen. Oder, zusammengefasst sagt der Experte, dass Leittiere oft ihr "Ding durchziehen" und nicht immer alle anderen beachten. Wenn andere Experten dann dieses "Ding durchziehen" als aktives Ignorieren bezeichnen, redet er wieder dagegen - mit vollkommen merkwürdiger Argumentation, sinngemäß, weil es ja von ihm geklaut sei. Gleiche Aussage, gleicher Sinn - es wird aber dagegen gesprochen, nur weil es von anderen kommt. Alles sehr merkwürdig. Und wenn ich das schon merkwürdig finde, kann man sich vorstellen, wie verwirrend das auf „normale“ Hundehalter wirken muss und welche unnötigen Gräben aufgeworfen werden. Dass man mich nicht falsch versteht, im Prinzip schätze ich den Kollegen, weil er grundlegende Erkenntnisse geliefert hat die die Sicht der Hundehalter teilweise grundlegend revolutioniert haben - allerdings halte ich dieses "Gegen alles sein", selbst wenn es ursprünglich von ihm kommt, für sehr nervend. Und für den sowieso schon verwirrten Hundehalter nicht hilfreich...
Immer nur „gegeneinander“ führt nach Absurdistan
Warum ich dieses Beispiel hier nenne? Einfach aus dem Grund, weil es recht eindeutig zeigt, wie heute die menschliche Szene rund um Hunde funktioniert. Aus absurdesten Streitereien unter den Experten, die sich anscheinend selbst im Dschungel der Interpretationsmöglichkeiten rund um das Hundeverhalten verirrt haben. Es wird eine künstliche Kluft aufgebaut, ob es nun Sinn macht einem Hund ein Signal zu geben damit er eine Handlung abbricht. Und das Thema wird so übertrieben dargestellt, als gäbe es nur schwarz und weiß. Symptomatisch für die Hundeexpertenwelt ist auch, wie vorher schon im Beispiel aufgezeigt, dass nur das eigene Wort als richtig und wichtig interpretiert wird. Sagt jemand exakt das Gleiche und gehört aber nicht dem entsprechenden „Lager“ an, wird es wieder schlecht geredet. Kann es denn nicht möglich sein, dass sich die so genannten Hundeexperten mal am Riemen reißen, eigene Eitelkeiten hinten anstellen und mal nach Gemeinsamkeiten suchen? Nicht immer nur „dafür“ oder „dagegen“ sein? Ist das wirklich so schwer? Ich persönlich bin eigentlich immer auf der Suche nach Gemeinsamkeiten – allerdings gibt es „Kollegen“, wie einen speziellen Amerikaner, der Hunde oft dermaßen brutal behandelt, dass es durch nichts mehr zu rechtfertigen ist. Und Hund und Katze z. B. mittels eines Teltaktgeräts vergesellschaften möchte, so lange bis der Hund ein gebrochenes Wrack ist. Oder Hunde bis zur Bewusstlosigkeit würgt. (Hier ein interessanter Artikel zu dem Thema: http://www.psychologytoday.com/blog/animal-emotions/201204/did-cesar-millan-have-hang-the-husky).   Mit solch einem Menschen wie dem besagten Amerikaner kann ich keine Gemeinsamkeiten haben. 
Zurück zum Hund
Aber insgesamt bin ich der Meinung, sollte es doch möglich sein, nach Gemeinsamkeiten zu suchen und diese ewige Grabenschaufelei mal zu beenden.
Aber leider bin ich inzwischen zu der Erkenntnis gekommen, dass diese absurden Streitigkeiten und Eitelkeiten schwer zu kitten sind. Die „Hundeszene“ in Deutschland ist absurd – wie anhand der Abbruchsignaldebatte schon erläutert. Die Szene ist ein reines Absurdistan. Ich denke, wir müssen raus. Raus aus diesem Absurdistan. Und zurück. Zurück zum Hund, den wir schon lange in den sinnlosen Streitereien verloren haben…__________________________________________________________________________
Thema Strafe / Abbruchsignale in meinem neuen Buch „Herz, Hirn, Hund“. Wie ja  inzwischen bekannt ist, beschäftigt sich das Buch mit den Sichtweisen verschiedener Experten zum Thema Hundeerziehung. Hier einige Zitate von mir und von den Kollegen zum Thema Abbruchsignale. Man sieht daran deutlich, dass die Meinungen unterschiedlich sind, es aber auch Gemeinsamkeiten gibt und man nicht immer nur gegeneinander sein muss – wie das Buch beweist. 
Hier die Zitate:
Ich schreibe z. B. zum Thema Bestrafung, Abbruchsignale: (Auszug)
Das Thema Bestrafung wird unter Trainern heiß diskutiert. Während die einen behaupten, jede Form der Strafe sei tierschutzrelevant und deshalb abzulehnen, sehen andere überhaupt kein Problem darin, über Strafe, auch in Form von schmerzhafter Einwirkung, zu arbeiten und propagieren sogar, nur über Strafe abgesicherte Kommandos würden wirklich zuverlässig vom Hund ausgeführt, da dieser sich vor der Konsequenz fürchtet, die ihm droht, wenn er sie nicht befolgt. Deshalb müsse die Strafe auch schmerzhaft bis traumatisch ausfallen, damit sie richtig wirke. Auch wenn ich dieser Meinung keinesfalls zustimme, bin ich der Ansicht, dass ein richtig gesetzter Strafreiz wertvolle Dienste in der Hundeerziehung leisten kann. Bevor sich mancher Leser nun aufregt und glaubt, so ganz gewaltfrei würde ich also doch nicht arbeiten und an dieser Stelle des Buches habe man mich entlarvt, möchte ich genauer erklären, worum es mir geht, denn selbstverständlich verstehe ich unter Strafe keinesfalls körperliche Schmerzeinwirkung oder das Auslösen psychischer Traumata! Wenn man aber Strafe richtig dosiert und im verhaltensbiologischen Kontext einsetzt, ist sie nichts weiter als eine Möglichkeit des Lernens. Und lernen muss ein Hund, weil er eben nicht nur über Instinkte und Triebe gesteuert wird. 

Die Kollegen, die mitgewirkt haben, schreiben z. B.:(Auszüge): 

Zitat 1:

Ich arbeite beispielsweise mit Umlenkgeräuschen, um die Aufmerksamkeit des Hundes auf mich zu richten, statt beispielsweiseLeute anzuspringen, oder bringe dem Hund bei sich hinzusetzen, statt Autos zu jagen. Selbst das Signal, mit dem der Hund nichts vom Boden aufnehmen soll, wird nicht als strenges Abbruchsigna eintrainiert, sondern der Hund lernt, sich auf ein bestimmtes Wort hin an mich zu wenden und dafür gibt es die Belohnung. 

Zitat 2:

Mir begegnen ständig Hunde, die mit Nachnamen „Nein!“ oder „Lass es!“ heißen – und deren Zusammenleben mit ihren Menschen durch Abbruchsignale (die dabei häufig inflationär und wenig wirkungsvoll eingesetzt werden) regelrecht geprägt zu sein scheint. Das ist für beide Seiten – Hund wie Mensch – letztendlich sehr nervig und anstrengend.Der Mensch ärgert sich über seinen Hund,für den Hund wird der Mensch zur ständigen Spaßbremse oder sogar zum Stressor. Und: Aus Hundesicht ist der Lerneffekt gering, denn das Abbruchsignal allein liefert keinerlei Information, was denn anstelle des unerwünschten Verhaltens zu tun ist.

Zitat 3:

Jedes zuverlässig auf Signal auflösbare Verhalten bricht das vorherige Verhalten ab. Aus diesem Grund fokussiere ich nicht auf Abbruchsignale, die auf Schreck, Bedrohung und Schmerz beruhen –sie sind meist überflüssig. Verhalten, welches mit sorgfältig durch positive Verstärkung aufgebautem und auslösbarem Verhalten unterbrochen wird, kann mit diesem als Verhaltenskette verknüpft werden; davor haben viele TrainerInnen Angst. 

Zitat 4:

Ich bin gar kein großer Fan von Abbruchsignalen und arbeite nur sehr selten mit ihnen. Wenn ich sie überhaupt einsetze, dann nur für ein ganz bestimmtes Verhalten, nämlich das Aufnehmen und Fressen von Essbarem, und niemals gekoppelt mit Geräuschen, die sich beim Hund schnell generalisieren, wenn sie mit Angst oder Frustration verbunden sind. In der Regel halte ich aber mehr davon, dem Hund beizubringen, was er tun soll, statt was er nicht tun soll. Hierzu gehört zum Beispiel auch, vorausschauend Alternativverhalten einzuleiten, bevor der Hund eine unerwünschte Handlung zeigt.


Wie die Ausführungen weitergehen, von wem die einzelnen Zitate sind und was die weiteren Kolleginnen und Kollegen sagen. Das alles finden Sie im Buch. Wenn sie möchten, können Sie es unter folgenden Links bestellen. Die Werbung sei mir erlaubt ;-)






Freitag, 20. April 2012

Riepes Hundetalk dank „Prinzipienreiterei“…

Ich gebe es zu. Eine meiner Eigenschaften, mit denen ich regelmäßig meine Mitmenschen nerve, ist das herumreiten auf Prinzipien. Ob ich das übertreibe oder nicht, oder ob ich manchmal etwas mehr Bereitschaft zu Kompromissen zeigen sollte – das zu beurteilen überlasse ich anderen. Aber eines meiner Prinzipien, von denen ich nur ungern abweiche, ist die Behandlung von Tieren im TV. Nicht, dass ich grundsätzlich etwas gegen Ratgebersendungen etc. hätte. Man muss aber immer bedenken, dass die Aufzeichnung für das Fernsehen wesentlich komplizierter ist, als man denkt. Wenn man z. B. ein kurzes Filmchen eines „Problemhundes“ zeigt, sollte man immer bedenken, was hinter diesem Filmchen steckt. Wenn man Hunde daheim filmt, ist das nicht, dass dort ein Hundeexperte schellt und einen Kameramann bei sich hat, der eine handliche Kamera bei sich trägt. Meist besteht solch ein Filmteam aus 2 Kameraleuten, einem Redakteur und einem Tontechniker. Das Equipment, welches dieses Team mitbringt besteht aus Kameras, teilweise Schulterkameras, einigen aber auch mit Stativ. Dann wird im Haus Licht aufgebaut, sehr helle und sehr warme Scheinwerfer, dann noch die Technik für die Tonaufzeichnung, inkl. Richtmikrofonen etc. Man stelle sich also vor, das Problem eines Hundes soll im häuslichen Umfeld gezeigt werden. 4 Filmleute, Hundeexperte vom TV und jede Menge technisches Equipment werden ins Heim des Hundes gepfercht… Um Aufnahmen filmgerecht hinzubekommen, müssen Einstellungen oft wiederholt werden, weil nicht jede Aufnahme sofort perfekt ist oder nicht so umgesetzt werden kann, wie es vorher geplant wurde. Oft zeigt der Hund dann auch nicht sofort sein Fehlverhalten. Wenn aber das teure Team da ist, müssen auch filmische Ergebnisse her. Man kann sich vorstellen, dass Hunde dann auch mal so gereizt werden, dass sie ein „kamerataugliches Problemverhalten“ zeigen. Und um dann ein 15 bis 20 minütiges Ergebnis zu bekommen, wird gern und gut mal ein ganzer Tag gedreht. Ich überlasse es jedem selbst, darüber nachzudenken, welchem Stress ein Hund bei solchen TV-Aufnahmen ausgesetzt ist. Eines meiner Prinzipien ist und bleibt daher, keinem Hund diesen Stress zuzumuten, nur um ein kamerataugliches Fernsehformat zu bekommen. Auch wenn ich schon bei dem ein oder anderen Format mit ähnlichem Aufbau hätte mitwirken können, hat mich meine Prinzipienreiterei in diesen Fällen immer davon abgehalten, bei so etwas teilzunehmen.


Menschen erreichen mit anderem Format
Aber trotzdem halte ich das TV für ein geeignetes Medium, Menschen zu erreichen und dadurch auch etwas Positives für die Hunde zu tun. Aber bitte nicht reißerisch und aktionsgeladen, nur um der Quote willen.
Um also Informationen rund um den Hund einmal in einem anderen Format zu präsentieren, habe ich „Riepes Hundetalk“ entwickelt. Es handelt sich da um ein Gespräch zwischen mir und einem anderen Hundeexperten, wo ein bestimmtes, für den Zuschauer interessantes Thema, besprochen wird. Der Talk wird untermalt von Einspielern, die passend Hunde und Hundeaktionen zeigen, die gerade zum Gespräch passen. Alle Hundefilme wurden beiläufig gefilmt, ohne die Hunde zu stressen.„Riepes Hundetalk“ soll ein informatives Gespräch über Hunde sein, ohne Hunde vorzuführen oder für den Bildeffekt zu stressen.
Kabelfernsehen und Lifestream
Der TV-Lernsender NRWISION hat das Format in sein Programm aufgenommen. Dort wird das Format getestet und entwickelt, zunächst sind in 2012 drei Sendungen geplant.
NRWISION kann man in NRW im Kabelfernsehen empfangen, sowie über den Lifestream auf
http://www.nrwision.de/programm.html
In der ersten Sendung ist der Düsseldorfer Tierpsychologe und geschätzte Kollege Jörg Tschentscher mein Gast. Wir unterhalten uns zum Thema Glück und Hund - Können Hunde Glück empfinden? Und wenn ja, was kann ich für das Hundeglück tun? Freuen Sie sich auf viele Informationen und Tipps, die nicht pauschal sind, aber hilfreich sein können…
Die Sendezeiten der ersten Sendung:
Dienstag 24.4.2012 – 23:20 Uhr
Mittwoch 25.4.2012 – 7:20 Uhr und 11:00 Uhr
Freitag 27.04.2012  - 0:00 Uhr, 8:00 Uhr und 11:00 Uhr
Samstag 28.04.2012 – 17:40 Uhr
Sonntag 29.04.2012 – 5:55 Uhr und 17:30 Uhr
Montag 30.04.2012 – 5:55 Uhr 

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Übrigens, mein neues Buch „Herz, Hirn, Hund“ ist frisch im Handel J

Samstag, 14. April 2012

Endlich da – Herz, Hirn, Hund. Das Buch, das die Sichtweise unterschiedlicher Experten zeigt…

Vor ungefähr zwei Jahren hatte ich die Idee, einmal ein Buch zu schreiben, welches die Hundeerziehungswelt nicht immer nur aus dem Blickwinkel eines Autors zeigt. Ich wollte ein Buch verwirklichen, das natürlich mein ganz eigenes Verhältnis zum Hund, aber auch meinen persönlichen, fachlichen Blick auf den besten Freund des Menschen zeigt. Aber eben nicht nur meinen Blick. Darum habe ich zusätzlich für das Buch einige bekannte Kolleginnen und einen Kollegen interviewt, die zwar nicht immer zu 100 % der gleichen Meinung sind wie ich. Mit denen ich aber einige wichtige Grundsätze teile. Den fairen Umgang mit Mensch und Hund, sowie das Bekenntnis, in der Hundeerziehung ohne Gewalt auszukommen. Daraus ist  nach diesen zwei Jahren ein Buch geworden, welches dem Hundehalter aufzeigt, dass man in der heutigen Hundeerziehung nur weiterkommt, wenn man auch mal etwas Gemeinsames verwirklicht.

Allerdings kommt in dem Buch auch der Klartext nicht zu kurz, ich scheue mich nicht, diejenigen beim Namen zu nennen, mit denen ich gar nichts gemeinsam habe. Viele Seiten der Hundeerziehung werden also beleuchtet und vielleicht kann das Buch den Hundehaltern helfen, sich besser im Dschungel der Hundeerziehung zurechtzufinden.  

Der offizielle Klappentext:
<<<Thomas Riepe spricht Klartext über den unüberschaubar groß gewordenen Dschungel der Erziehungsmethoden und Ausrüstungsgegenstände rund um den Hund. Dabei fragt er genau nach und lässt sich nicht mit fadenscheinigen Argumenten abspeisen, die einen schmerzhaften Leinenruck als „Impuls“ oder veraltete, über Schmerz und Druck arbeitende Trainingsmethoden als „jahrzehntelange Erfahrung“ definieren. Er scheut sich nicht, die beim Namen zu nennen, die eine Erziehung als gewaltfrei propagieren, die vom Hund ganz sicher nicht als solche empfunden wird und untersucht, wie es zu den unterschiedlichen Ansätzen gekommen ist.

Zusätzlich lässt er bekannte Kollegen wie Clarissa v. Reinhardt, Maria Hense, Christina Sondermann, Ute Blaschke-Berthold, Sabine Neumann, Jörg Tschentscher, Steffi Kohl und Martina Albert zu Wort kommen, die sich bei auch unterschiedlichen Meinungen über einzelne Themen in einem mit dem Autor einig sind: Sie bekennen sich vorbehaltlos zu einer gewaltfreien Hundeerziehung, die dem Hund Lerninhalte fair und freundlich vermittelt und auch bei der manchmal notwendigen Grenzsetzung in der Erziehung ohne Brachialgewalt und Strafe auskommt.>>>


Hier gibt es eine Leseprobe:


Und hier


Oder hier...


...können Sie das Buch bestellen, wenn Sie auch eine Hilfe im Dschungel suchen.


Montag, 9. April 2012

Von Wölfen, Hunden, Menschen, Pferden und Maulwürfen. Das neue CANISUND...

Das neue Canisund ist da!

Diese Themen erwarten Sie in der ersten Ausgabe 2012:

-          Hunde, Wölfe, Menschen: Formen der Dominanz zwischen den Arten – ein Vergleich. Ein Artikel von Dr. Barbara Wardeck-Mohr

-          Wölfe und Hunde – Gedanken zum Spielverhalten. Von Steffi Heufelder

-          Wölfe und Wildpferde – ein Reisebericht von Sabine Bengtsson

-          Rasseporträt: Der Border Collie

-          Wildhundporträt: Der Kojote

-          Das UND in CANISUND: Maulwürfe

-          Aktuelles zu den deutschen Wölfen

-          Buchbesprechungen: Kastration von Strodtbeck / Gansloßer sowie Stress, Angst und Aggression bei Hunden von Anders Hallgren 

Bestellen Sie direkt hier:


Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser!
Jetzt ist es wieder soweit. Der Frühling naht und demonstriert uns in seiner schönsten Form eine Zeit des Aufbruchs. Mir persönlich geht es um diese Jahreszeit immer so, dass ich diesen Aufbruch regelrecht spüre. Nach der langen dunklen Zeit eine große Dosis natürlichen Lichts, bunter Farben und einer eigenen Biochemie, die uns ein gewisses „Wohlgefühl“ beschert. Die Welt scheint hell, bunt und lebenswert.
Das denken sich auch viele Lebewesen, die in diesen Tagen das Licht der Welt erblicken. Die Natur hat es so eingerichtet, dass in dieser Zeit des natürlichen Überflusses der Nachwuchs vieler Tiere geboren wird. Und weil CANISUND ja ein Magazin für „Hundeartige“ ist, begrüßen wir natürlich ganz besonders kleine Füchse in unserem Lebensraum. Und möchten an dieser Stelle einmal darauf hinweisen, dass nicht alle Menschen so denken. Die Natur hat den Frühling gewählt, um kleinen Füchsen das Leben zu schenken. Was Ihnen aber sehr oft und in großer Zahl von den Menschen wieder genommen wird. Immer noch glauben nämlich viele Manschen, dass Füchse eine Art „Monstertiere“ wären, die den Fortbestand der Menschheit nachhaltig gefährden. Anders kann man die grausamen Vernichtungsmaßnahmen, die im Namen einer vermeintlichen Notwendigkeit gegen Füchse gerichtet sind, nicht erklären. Ich möchte hier nicht auf die Unsinnigkeit dieser Taten eingehen, das alles wird im Rahmen von Artikeln in CANISUND immer wieder geschehen. Hier sei nur angemerkt, dass es inzwischen kaum widerlegbare Fakten gibt, die recht eindeutig nachweisen, dass die Gefahr, die in welcher Form auch immer für Menschen ausgeht, praktisch nicht existent ist. Theoretisch könnten wir mit Füchsen in unserer Umwelt so leben, wie die Natur es eingerichtet hat und hätten keinerlei Folgen für Menschen zu fürchten. Aber es gibt gewisse Interessengruppen in unserem Land, die nach wie vor am Feindbild Fuchs festhalten. Und sei es noch so unsinnig – es ist halt „Tradition“. Also werden auch in diesem Frühling wieder unzählige Fuchswelpen in und an ihren Bauanlagen sinnlos getötet. Eine Tatsache, die mein positives Gefühl im Frühling regelmäßig trübt.
Lassen Sie sich das gute Frühlingsgefühl nicht von diesen Zeilen verderben, genießen Sie die Zeit des Aufbruchs. Vielleicht können wir ja gemeinsam auch eine Zeit des Aufbruchs in die Wege leiten. Eine Zeit, in der Menschen verstaubte „Traditionen“ endlich entstauben und kleinen Füchsen eine Chance geben. Eine kleine Chance, ihren ersten Frühling zu erleben…
Herzlichst, Ihr
Thomas Riepe
(Chefredakteur)

Sonntag, 1. April 2012

Pressenews. Hundeshow mit Axel Schulz

Pressenews. Ab Herbst plant der WDR eine Hundeerziehungsshow für den Samstagabend. Moderiert wird von Axel Schulz und Michelle Hunziker. Es geht darum, dass unterschiedlichen Hunden mit gleichen Verhaltensproblemen innerhalb der 2stündigen Sendung das Problem abtrainiert wird. Hundetrainer verschiedener Erziehungsrichtungen treten im Wettkampf gegeneinander an um die Hunde zu therapieren  Die Hunde können sich die Trainer natürlich nicht aussuchen, und müssen da durch. Der Titel soll dementsprechend auch „Da muss er durch“ sein. Thomas Riepe ist daher mit den zuständigen Redakteuren bzgl. Titelrechten in Verhandlungen.

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Bevor Axel beim WDR anruft und um einen Vertrag bittet ;-) APRIL, APRIL! Das ist natürlich ein Scherz. Gedacht als kleine Aufheiterung in der so bierernsten Hundeszene :-)
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Bellende Hunde rocken

Es ist noch nicht wirklich lange her, da konnte man mit so etwas wie der „Punkbewegung“ die Gesellschaft schockieren, Rock ’n’ Roll Musik h...