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Ein Hund ist kein Wolf? Ein Hund ist nicht einmal ein Hund…

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Klar, es gibt Rasseeigenschaften, die bei den Individuen einer Rasse gleich, bzw. ähnlich sind. Die machen bei jedem Individuum aber nur einen Teil seines Wesens aus. Bei Hunden sind so viele Eigenschaften ihrer wilden Vorfahren verstärkt und / oder gehemmt worden, dass ein Überblick schwerfällt. Eigenschaften unterschiedlich verstärkt Vor allem, weil nicht alle Eigenschaften bei jeder Rasse gleich verstärkt wurden. Jagdverhalten wurde bei einigen Rasen bis ins Uferlose verstärkt, bei anderen abgeschwächt. So ist es mit vielen Verhaltensweisen. Und dann wurden Hunde mit so unterschiedlich verstärkten Verhaltensmustern gekreuzt, haben sich selbst vermischt und es geht immer so weiter – neue Rassen, die „Familientauglich“ sein sollen etc. Wir Menschen haben so viel am Verhalten des Wolfes herumgepfuscht, soviel davon vermischt, dass es im Grunde falsch ist, von DEM Hund zu sprechen. Forschungen an DEM Hund? Zwar forscht man sich im Moment im wahrsten Sinne des Wortes „den Wol...

Hundesymposium

Ein sehr gutes Programm in diesem Jahr. Wirklich empfehlenswert. Ich versuche auch, zumindest einen Tag dort zu sein. Vielleicht eine gute Gelegenheit, "alte Bekannte" zu treffen 😊 http://www.animal-learn.de/symposium.html

Hundewissen kindgerecht

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Es gibt einige Merkmale in der menschlichen Psyche, die typisch für die Spezies Mensch sind. Ein wichtiges Merkmal ist die Tatsache, dass Menschen den Erläuterungen, die sie zum ersten Mal zu einem Sachverhalt hören, viel Wahrheitsgehalt unterstellen. Es ist nicht die Faktenlage an sich, sondern die erstgehörte Erklärung, die bei Menschen zu einer festen Meinungsbildung beitragen. Das ist bei Erwachsenen so, aber speziell bei Kindern, die „Erstinformationen“ förmlich wie ein Schwamm aufsaugen. Darum ist es ungemein wichtig, dass Kindern auch über Hunde sachlich und fachlich wertvolle Informationen übermittelt werden. Denn leider ist es unter Erwachsenen, die vermeintliches Wissen über Hunde verbreiten oft so, dass sie das vorher genannte Phänomen in ihrer Kindheit erlebt haben. „Hunde müssen wissen, wer der Boss ist“, „sie machen alles unter sich aus“ etc. hat leider viele „Hundeexperten“ geprägt. Dass sich die wissenschaftlichen Informationen und Sichtweisen heute in sehr vielen Pun...

Das Halsband stiehlt dem Geschirr die Punkte

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Ob man einen Hund am Geschirr oder Halsband führt, ist eine Frage, die oft in medizinisch-religiöse Philosophierangeleien führt. Eine medizinische Studie erschlägt die andere, soziale Wahrheitsblasen und Echoräume verhärten die Standpunkte. Das hat mit Gruppenzugehörigkeitsgefühlen und Gruppenmeinungen zu tun, so dass Meinungen schonmal echoraumkonform angepasst werden. Ernstzunehmende Fakten, und erst recht anderslautende Meinungen als die im persönlichen Echoraum, werden schnell „abgebügelt“. Das läuft immer und überall, in allen Bereichen und in alle Richtungen. Das ist ganz normal für Menschen, sie wollen sich an etwas orientieren, Wahrheiten finden und sich zu Gruppen zugehörig fühlen. Das ist ein sozialer Kit, der den sozialen Menschen ausmacht. In der heutigen Zeit des Überangebots an sozialen Kontakten und Informationen wird es aber schwierig, den Überblick zu behalten und Informationen zu bewerten um sich eine Meinung daraus zu bilden. Da fällt es leichter, Gruppenmeinunge...

Wenn der unfaire Hundetrainer einer rektalen Öffnung ähnelt

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Der Haushund stammt von einem Raubtier ab, welches darauf angewiesen ist, seine Nahrung durch jagen zu erlangen. Dadurch hat sich evolutionär ein Jagdverhalten entwickelt. Ein Jagdverhalten, welches durch bestimmte Außenreize aktiviert werden kann. Schnelle Bewegungen sind einer dieser Reize. Die Wahrnehmung dieser Reize könnte bedeuten, dass sich ein potentielles Beutetier schnell entfernen möchte. Darum erregt ein solcher Reiz die Aufmerksamkeit eines Raubtieres, oder wie man heute eher sagt, eines Beutegreifers. In der Natur wird der Reiz blitzschnell vom Beutegreifer geprüft. Ist es vielleicht nur ein wehendes Blatt oder ähnliches, was man nicht fressen, bzw. jagen kann? Oder ist das Beutetier zu klein, zu groß oder zu weit weg um eine kräftezehrende Jagd zu rechtfertigen? In Bruchteilen von Sekunden wird von „wilden“ Lebewesen, die auf die Jagd angewiesen sind entschieden, ob nach der Wahrnehmung des auslösenden Reizes das Jagdverhalten gezeigt wird. Wichtig ist in dem Zusamme...

Das Spiel mit der Angst – Populismus in der Hundehalterwelt

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Bei der Beurteilung von Hundeverhalten sollte man es vermeiden, pauschal zu urteilen oder zu bewerten. Wenn ein Hund Menschen oder Artgenossen gegenüber z. B. gesteigerte Aggressionen zeigt, kann das sehr viele unterschiedliche Ursachen haben. Schmerzhafte Vorgänge im Körper können ihn reizbarer machen, er kann berührungsempfindlicher werden. Werden seine Schmerzen und Warnsignale ignoriert, kann er ggf. „Maßnahmen“ ergreifen, um in Ruhe gelassen zu werden. Hunde können hormonelle Probleme haben, die dieses Verhalten hervorrufen oder es kann als Nebenwirkung durch Medikamente verursacht werden. Weiter kommen z. B. aggressive Ausbildungsmethoden infrage, die mit Schmerz oder Frustration verbunden sind, was ähnliche Folgen und Auswirkungen auf das Verhalten haben kann, wie Krankheiten. Es gibt auch Hunde, die durch Traumata egal welcher Art verängstigt sind und in gesteigerter Aggression eine Strategie entwickelt haben, ihren Ängsten zu begegnen. Es kann natürlich auch sein, dass ein...

Wenn der Hund das Menschenrudel führt

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Es gibt im Tierreich viele Symbiosen unterschiedlicher Tierarten. Gekennzeichnet sind diese Symbiosen meist mit leicht erkennbarem gegenseitigem Nutzen. Zu nennen sind da als Beispiel   Vögel, die verschiedenen Huftieren dabei helfen, ihre Parasiten loszuwerden. Es gibt aber auch Symbiosen, oder hier besser „Lebensgemeinschaften“ verschiedener Arten, die vielleicht überraschend wirken mögen. Zum Beispiel wird beobachtet, dass sich manchmal Dachse und Füchse eine Bauanlage teilen. Den gegenseitigen Nutzen kann man nur in Theorien erkennen – vermutlich nutzen die eher faulen Füchse die Bauanlagen der Dachse um sich selbst keine Baue graben zu müssen. Und die Dachse profitieren von der Wachsamkeit des Fuchses. Ebenso, was noch erstaunlicher scheint, teilen sich manchmal Füchse und Kaninchen Bauanlagen. Die jeweilige Fuchsfamilie frisst dabei „ihre“ Kaninchen nicht. Auch hier sorgt vermutlich wieder der gegenseitige Nutzen aus buddelfreudigen Kaninchen und „Wachhund“ Fuchs für die Wi...