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Extreme

Gestern wurde mir über Facebook folgende extreme Meinung vermittelt: Wenn man einen Hund bis zur Bewusstlosigkeit würgt, dann überträgt sich die negative Energie des Hundes auf den Menschen, wodurch der Hund diese negative Energie dann vom Menschen zurückbekommt. Oder so ähnlich… Ich glaube, Leute die so etwas äußern haben eine Art Energiekrise. Ich habe ernsthafte Zweifel, ob dort alle Gehirnregionen mit den notwendigen Energien versorgt werden.   Ja und dann wurde mir, aus einem komplett anderen Blickwinkel, noch etwas anderes untergejubelt: Wenn man seinen Hund nur böse anschaut, ist man ein Gewalttäter. Da ich nicht glauben kann, dass es   Menschen gibt denen nie ein böser Blick entweicht, steigt nach der Logik die ohnehin schon hohe Zahl menschlicher Gewalttäter in unglaubliche Höhen… Und als wenn die Meinungen des Tages nicht schon gegensätzlich und „extrem“ genug gewesen wären, lese ich noch etwas, was mich endgültig schockiert. Krawalltiere loben plötzlich eine...

Der Egoismus des „NEIN sagenden Wattebauschs“

Ich höre oder lese immer wieder, dass ich ein Mitglied der so genannten „Wattebauschfraktion“ in der Hundeerziehung sei. Ich weiß eigentlich gar nicht so genau, was das sein soll. Doch wenn man die verbreitet vorherrschende Meinung im Netz über die Merkmale dieser Wattebauschfraktion zusammenstellt, stellen sie sich mir wie folgt dar: Wattebäusche sagen nie „NEIN“, sie erziehen Hunde ausschließlich über Klicker und machen viel „Gucci, Gucci“, teilweise auch gutschi, gutschi oder sonst wie buchstabiert. Wenn ich mir diese Merkmale so anschaue, bin ich alles andere als ein Wattebausch. Ich sage mal „NEIN“ zu Hunden, ich schaue sie sogar mal bedrohlich an, wenn ich anderer Meinung bin als sie – allerdings ist das relativ selten, mein Umgang mit Hunden beschränkt sich ganz bestimmt nicht auf Verbote und Abbrüche. Aber ein „NEIN“ ist schon mal drin – und gehört für mich zum Leben und einer Beziehung unter Lebewesen. Meine Hunde sagen es auch mal zu mir ;-) So, das Merkmal „niemals ne...

Der Jäger von Soest

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Im Roman „Simplicius Simplicissimus“ von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen wird die Hauptfigur bekannt, indem sie, als Jäger verkleidet, Raubzüge und Plünderungen rund um die westfälische Stadt Soest unternimmt. Das „Jägerken von Soest“ ist bis heute fest verbunden mit der Stadt, die sogar jährlich ein „Jägerken“ wählt, welches Soest z. B. bei Veranstaltungen in anderen Städten repräsentiert. Die historische Romanfigur kam mir spontan in den Sinn, als ich folgenden Anruf erhielt: „Tach, D. am Apparat. Bin Jäger und habe Ärger mit meinem Hund!“ Ein Herr D. aus Soest also, der sich gleich als Jäger ankündigte . Interessant , dachte ich und wartete auf weitere Erläuterungen. Doch da kam nichts, nach dem Wort Hund erfolgte eine fast schon bedrohliche Stille. „Und?“, fragte ich dann in diese hinein. „Sie können doch so einen Ärger wegmachen, oder etwa nicht?“, grummelte der Soester Jäger. „Ich kann gerne versuchen, Ihnen zu helfen, wenn Sie ein Problem mit Ihrem Hund haben...

Koka und der „rudelführende Vollpfosten“

Bei Recherchen und durch eigene Erfahrungen habe ich der letzten Zeit die Erfahrung gemacht, dass es nicht immer förderlich ist, eine Sache, eine Meinung oder Ähnliches mit allen Mitteln durchsetzen zu wollen und sich an „Feindbildern“ abzuarbeiten. Meine Recherchen und Erfahrungen ergeben nämlich langsam ein klares Bild. Je stärker etwas bekämpft wird, nutzt man diesem dadurch meist mehr, als dass man ihm schadet. Meinungsverschiedenheiten usw. werden letztlich eher beigelegt, wenn Menschen den Konsens suchen, sich gegenseitig respektieren usw. Natürlich gibt es Grenzen – wenn Gewalt ins Spiel kommt, wenn Menschen Tiere und deren Emotionen nicht respektieren – dann wird es schwer einen Konsens zu finden. Aber auch da kommt man mit Sachlichkeit weiter als man glaubt. Wenn das auch schwer fällt… Das aber nur am Rande. Zum Thema „verrückte Hundeszene“ und ihren soziologischen Mechanismen verfasse ich gerade eine Artikelserie für das CANISUND ( www.canisund.de ). Das liefert spannende E...

Link zum Canisundartikel: Ist Lernen vielleicht mehr als Belohnung oder Strafe?

http://canisund.blogspot.com/b/post-preview?token=dUvMWD4BAAA.3Q08-0hza0o7yfQm7-weAQ.djuQ_IEDtqKSkinPBxzwbw&postId=5292082856830902035&type=POST

Ausgewogener Journalismus?

Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, mich zu der bekannten „Napfgeschichte“, wo ein Hund in einem Video mit einem Napf geschlagen wird, nicht mehr zu äußern. Zumindest so lange, bis von Behörden bzw. Gerichten geklärt ist, wie die Sache rechtlich beurteilt wird und welche Folgen die Videodarsteller zu erwarten haben. Okay, aber dann wurde ich von einem Hundemagazin kontaktiert, welches mir einige Fragen zum Thema gewaltfreie Hundeerziehung stellte. Im Zusammenhang mit der vorher genannten Napfgeschichte war ich skeptisch bei der Anfrage des Magazins. Ich habe daher die Fragen nur beantwortet, als mir versichert wurde, dass der Artikel nichts damit zu tun habe, den Napfschlag zu rechtfertigen. Das wurde mir versichert, die Zusammenfassung meiner Antworten wurden mir auch vorgelegt – allerdings ohne sie mir im Gesamtkontext zu zeigen, oder den Artikel als Ganzes. Als ich jetzt das Belegexemplar der Zeitschrift erhielt konnte ich feststellen, dass in dem Artikel, für den ich als E...

Riepes Hundetalk – Brandneue Folge: Wie viel Freiheit darf mein Hund haben?

Wie viel Freiheit darf mein Hund haben? In der Hundeerziehung hört man immer wieder, dass dem Hund Grenzen gesetzt werden müssen. Dass er ständig kontrolliert werden müsse, dass man ihm nicht zu viele Freiheiten zugestehen solle. Stimmt das, oder machen es sich Hundehalter und Hundeexperten da nicht zu einfach? Sicher gehören Grenzen und Kontrollen zum täglichen Leben aller Lebewesen – aber übertreiben wir es im Bezug auf Hundehaltung nicht oft? Kann sich ein ständig kontrolliertes Lebewesen überhaupt normal entwickeln? Kann es sich unter der Kontrolle noch wohl fühlen? Und richtet der dauernde Freiheitsentzug vielleicht sogar Schäden an? Fragen über Fragen zum Thema Hunde und Freiheiten… In der aktuellen Folge von „Riepes Hundetalk“ gehen Thomas Riepe und der Düsseldorfer Tierpsychologe Jörg Tschentscher der Frage nach, wie viel Freiheit wir unseren Hunden zugestehen können und sollten. Und zusätzlich zu der Frage werden konkrete, aber keine pauschalen Tipps gegeben, wie ...